Leckere Brause selber machen mit Milchsäure-Fermentation. Aus Ingwer und Zucker stellen wir unsere eigene Starter-Kultur her, die ähnlich wie Wasserkefir funktioniert.
Den Ingwer nicht schälen und waschen (siehe Anmerkungen). Den Ingwer fein raspeln, mit Zucker und Wasser in ein steriles Glas geben und verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
Das Glas mit Küchenpapier abdecken, mit einem Gummiband fixieren und an einen warmen, schattigen Ort stellen.
In den nächsten 2-4 Tagen (siehe Anmerkungen) jeweils 1 EL fein geraspelten Ingwer und 1-2 EL Zucker dazu geben und verrühren. Die Ingwer-Starterkultur ist fertig, wenn die Flüssigkeit blubbert, leicht säuerlich und alkoholisch duftet.
Ingwerbier
Sobald der Ingwer-Starter fertig ist, kann die zweite Fermentation beginnen. Für das Ingwerbier den Ingwer in dünne Scheiben schneiden. Ingwer, Wasser und Zucker in einen Topf geben, zum Kochen bringen und bei schwacher Hitze für 10 Minuten köcheln lassen. Topf vom Herd ziehen und den Ingwertee auf Raumtemperatur abkühlen lassen.
Den Ingwertee durch ein feines Sieb in eine Schüssel filtern. Die Zitronen auspressen. Zitronensaft und gefilterten Ingwer-Starter dazu geben, verrühren und in Flaschen abfüllen. Am besten sind dunkle Bügelflaschen geeignet.
Die Flaschen für 3 bis 6 Tage an einen warmen Ort ohne direktes Sonnenlicht stellen und fermentieren lassen. Den Ingwer-Starter wieder mit 120 ml Wasser auffüllen, mit 15 g Ingwer und 20 g Zucker füttern. Wenn du eine Pause mit der Produktion machen möchtest, stelle den Ingwer-Starter für bis zu 1 Monat in den Kühlschrank.
Während der Fermentation bildet sich Kohlensäure. Das ist gewünscht, birgt aber die Gefahr, dass die Flaschen bei zu hohem Druck explodieren können. Öffne daher die Flaschen 1-Mal am Tag, um überschüssigen Druck abzulassen. Nach 3-6 Tagen oder wenn sich genügend Kohlensäure gebildet hat, die Flaschen zum Kühlen und Aufbewahren in den Kühlschrank stellen. Weiterhin regelmäßig den überschüssigen Druck ablassen.
Notizen
Verwende Bio-Ingwer, da wir ihn nicht waschen und nicht schälen, wir wollen die natürlichen Hefen und Milchsäurebakterien, die sich auf dem Ingwer befinden nicht abwaschen. Außerdem wird konventioneller Ingwer in der Regel mit UV-Licht behandelt, um sämtliche Keime darauf abzutöten.Wie lange es genau dauert, hängt vom verwendeten Ingwer, die Menge an Hefen und Milchsäurebakterien, die sich auf dem Ingwer und in deiner Küche befinden und von der Temperatur ab. Je wärmer es ist, desto schneller geht es, wenn es kühler ist, mag es etwas länger dauern. Der Starter ist fertig, wenn sich reichlich Kohlensäure bildet, zu erkennen an der Bläschenbildung im Ingwer-Starter und als Schaum darauf.
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